Dienstag, 14. November 2017

Aprendo español



An besonders schönen Tagen
ist der Himmel sozusagen
wie aus blauem Porzellan.
Und die Federwolken gleichen
weißen, zart getuschten Zeichen
wie wir sie auf Schalen sah'n ...
 
                                            Erich Kästner



Liebe Freunde, wir sind in Spanien.
Die Sonne scheint, auch wenn der Wind heftig weht, sie wärmt uns und hebt die Stimmung.
Ich habe mir eine Spanisch-für-die-Reise-App auf mein Smartphone geladen. Ein bisschen mehr als „Hola“ und „Adios“ möchte ich doch können, wenn wir öfter hier sind. So versuche ich mich in diese Sprache einzuhören und zu -denken. Gar nicht so einfach, aber „aprendo español“ ich lerne Spanisch.

Endlich am Meer.
Das kleine Städtchen Palamos ist unser erster Stopp.


Die Sonne begrüßt uns und das Wasser glitzert zur Feier des Tages extra für uns.

Palamos bedeutet „Steinhaufen“ und oben auf demselben thront die Kirche Santa Maria del Mar.

 

Wir steigen also hinauf, wandern durch die Gassen



und schauen durch das „Ochsenauge“ aufs Meer hinunter.


Das Ochsenauge war die Fensterumrandung einer Kirche, die lange nicht mehr steht. Nun umrandet es die herrliche Aussicht.

Weiter geht es ins Ebro-Delta.



 Weit draußen zwischen den abgeernteten Reisfeldern, mitten im Natur- und Vogelschutzgebiet gibt es einen Stellplatz gleich am Aussichtsturm.


Wunderbar ruhig ist es hier nachts, morgens wecken uns die Vögel. Schnattern und Kreischen als Soundtrack zum Sonnenaufgang.

Wir fahren weiter westwärts. Die Straße schlängelt sich durch Kilometer lange Mandarinen- und Orangenplantagen, dazwischen ein paar Olivenhaine. Unser Ziel ist die „Finca Caravana“, ein Stellplatz mitten im Nichts zwischen Yecla und Caudete.
 



Björn aus Bayern hat hier ein Camp angelegt. Nach einem schweren Unfall musste er seinen Traum aufgeben.
Wir werden von Franze begrüßt, der den Platz nun betreibt.



Alles ist liebevoll in Handarbeit gebaut. Franze will hier eine grüne Oase schaffen. Man merkt ihm an, dass er mit ganzem Herzen plant und arbeitet.  


Sein anstehendes Projekt: 240 Moringabäumchen sollen gepflanzt werden.
So hat er seinen Traum, als Zimmermannskarawane mit „Kalifi I“ und „Kalifi II“, seinen beiden LKWs, nach Südafrika zu reisen, vorerst verschoben.


Björn möchte den Platz verkaufen, musste aber feststellen, dass es nicht so einfach ist, jemanden zu finden, der das Ganze in seinem Sinne und mit realisierbaren Ideen weiterführt.
Also Leute, wer Lust auf Weite und Stille hat, kreativ sein möchte zusammen mit Durchreisenden Afrika Fans, hier ist Eure Spielwiese! 
Bis sich jemand dafür begeistern kann, bleibt Franze noch ein Weilchen.
Er kocht für uns eine köstliche Paella, wir schwatzen bis die Sonne weg ist und es kalt wird.
Lieber Franze, danke für zwei Tage voll herzlicher Gastfreundschaft!

Wir ziehen wir weiter, wollen Cordoba sehen und Sevilla und haben Sehnsucht nach Marokko.

Bis bald also
Doris und Rüdiger



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