Liebe
Freunde,
Erich
Kästner beschreibt den Juni so:
...Die
Kirschen werden reif und rot,
die
süßen wie die sauern.
Auf
zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so
sehr wir es bedauern.
Aus
Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus
Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus
manchem, was das Herz erfuhr,
wird,
bestenfalls, Erfahrung.
…
Spät
tritt der Abend in den Park,
mit
Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen
ziehn mit Lampions
zu
einem Gartenfeste.
Dort
wird getrunken und gelacht.
In
vorgerückter Stunde
tanzt
dann der Abend mit der Nacht
die
kurze Ehrenrunde.
…
So
isses, kann ich nur sagen. Und wir erleben das alles hier draußen
sehr intensiv.
Der
Garten versorgt uns mit wunderbarer Nahrung.
Kirschen
und sonstiges Obst betreffend,besonders üppig. Wir ernten nicht nur
erstere, sondern Beeren aller Sorten in Größenordnungen.
Das
macht nicht nur Arbeit, es macht auch Spaß.
Daraus
wurde in unserem Fall kein Kompott, sondern Marmelade.
Auch
das in Größenordnungen.
die
Ausbeute vom zweiten Tag
Und
die Bäume hängen noch voller Äpfel, Birnen, Pflaumen, Mirabellen,
Pfirsiche und noch mehr Kirschen.
Dabei
haben wir eigentlich gar keine Zeit für dafür.
Wir
sind im Düdo zwar schon ein ganzes Stück voran gekommen, aber
noch ist viel zu tun.
Immerhin,
das Bad ist als solches schon zu erkennen, Abwasserleitungen verlegt
und angeschlossen
die
hintere Ablage ist eingebaut und gestrichen
Aber
da ist noch ne Menge „Bastelarbeit“, wie Rüdiger das nennt und
das verzwickte Thema Elektrik steht noch an.
Am
Mitsommertag haben wir uns eine Pause gegönnt und sind nach Burg zur
féte de la musique gefahren. Eine gute alte Tradition, die wir in
Berlin regelmäßig gepflegt haben. Wir freuten uns, dass das
Städtchen Burg da mitmacht.
Das
Programm war vielfältig. Von der Bigband der Musikschule über
Schülerbands bis zur Liedermacherin mit Gitarre und pädagogischen
Texten war (fast) alles vertreten.
Die
Bigband war richtig gut, die Schülerband nicht schlecht, muss sich
aber noch etwas entspannen, die Altherrencombo mit dem Irish Folk
konnte gut Stimmung verbreiten.
Der
Knaller aber waren „Jolie Falzar“ aus Frankreich. Fünf junge
Männer die jeder mehrere Instrumente beherrschte und das wirklich
gut, denen der Spaß am Musik machen aus allen Knopflöchern guckte
und die dann auch das Publikum mitreißen konnten. Einfach toll.
Wir
haben lange nicht alles gehört und gesehen, was auf der relativ
kurzen Strecke der Einkaufsstraße von Burg zu sehen und zu hören
war, aber es war ein toller Tag und wir hatten richtig Spaß.
Da
sage noch einer in der Provinz ist nichts los.
Den
Rest der „kurzen Ehrenrunde“ verbrachten wir im Garten unterm
Apfelbaum.
Von
nun an werden die Tage wieder kürzer.
Deshalb
wird weiter fleißig gebaut, denn unser nächster Termin ist die
lange Rocknacht in Spremberg am 8. Juli. Darauf freuen wir uns schon
lange. Wieder werden einige alte Bluesbands spielen. Monokel
Kraftblues, Jürgen Kerth, Engerling und einige andere.
Danach
nochmal 2 Tage Berlin und dann geht es wieder mit frischem Elan an
den Düdo.
Also
bis zum nächsten Mal,
Doris
und Rüdiger